Sind Potenzmittel immer eine Hilfe gegen Erektionsprobleme?

Viagra war lange Zeit das einzigste Potenzmittel auf dem Markt. Doch nach und nach kamen weitere Mittel gegen Erektionsschwäche dazu und seitdem das Patent des Pharmakonzerns Pfizer für die blaue Wunderpille abgelaufen ist werden es immer mehr. Mittlerweile gibt es rund zwei Drittel andere Hersteller die sich einen lukrativen Markt teilen.

Erektile Dysfunktion in Sind Potenzmittel immer eine Hilfe gegen Erektionsprobleme?In den Anfangsjahren hat man für eine 100mg Tablette Sildenafil, dem Viagra Wirkstoff, zwischen 10-12 Euro bezahlt. Die Preise dafür haben sich inzwischen gedrittelt bis geviertelt. Waren früher für viele Männer die Preise unbezahlbar, können sich nun immer mehr Männer Hilfe durch Potenzmittel leisten. Doch helfen Potenzmittel immer gegen Erektionsprobleme? Um diese Frage beantworten zu können sollten sich betroffene Männer auf jeden Fall medizinisch untersuchen lassen, um die wirklichen Ursachen der Potenzprobleme zu klären.

Prof. Frank Simmer, Experte für Männergesundheit am Hamburg-Eppendorfer Universitätsklinikum erklärt: „In den 90er Jahren hat man gedacht, Erektionsstörungen seien zu 90 Prozent Kopfsache. Dann hat man festgestellt, dass ein Großteil doch organisch bedingt ist. Wobei irgendwann natürlich der Kopf eine Rolle spielt“.

Mittlerweile hat die Wissenschaft herausgefunden, dass immer mehrere Faktoren zusammenwirken. Vor der körperlichen Untersuchung sollte es jedoch auf jeden Fall ein ausführliches Gespräch mit dem betroffenden Mann geben: „Wenn die Blutgefäße, die zum Penis führen, defekt oder teilweise zu sind, dann hat dieser Mann in den nächsten vier bis acht Jahren einen Schlaganfall“, so Prof. Sommer.

„Aber das ist ein gutes Zeichen: Sie können noch genug tun. Es gibt kein besseres Frühwarnsystem.“ So reicht es oftmals, dass Männer ihren Lebensstil ändern und auf Medikamente wie Potenzmittel verzichten können.

Impotenz 1 in Sind Potenzmittel immer eine Hilfe gegen Erektionsprobleme?Auf jeden Fall sollte der Arzt die Kraft des Beckenbodenmuskels untersuchen, rät Sommer. „Die Beckenbodenmuskeln spielen für eine harte Erektion eine ganz entscheidende Rolle.“ Im nächsten Schritt sollten die Nerven untersucht werden denn sind diese geschädigt, können Befehle die vom Gehirn zum Penis delegiert werden nicht durchkommen und die Erektion bleibt aus.

Potenzmittel helfen nur bei Durchblutungsstörungen und psychologischen Problemen. Sind die Nerven kaputt, liegt ein Hormonmangel oder eine Beckenbodenschwäche vor, sind Viagra, Cialis, Levitra und Co. völlig nutzlos.

In vielen Fällen steckt das Problem auch einfach im Kopf. Die Lösung dafür ist denkbar einfach und doch schwierig. Denken Sie nicht an die Erektion, damit Sie eine Erektion bekommen. Beschäftigen Sie sich mit den schönen Dingen des Sex, erkunden Sie sich und finden Sie heraus was sonst noch alles Spaß macht. Potenzmittel können an diesem Punkt eine Art Starthilfe für den Kopf sein.

Potenzmittel können also eine wirksame Hilfe gegen Erektionsschwäche sein – aber nicht zu 100%! Zu viele Ursachen können für die Potenzprobleme verantwortlich sein und nicht in jedem Fall helfen Potenzmittel wie Viagra und Co.

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