PDE-5-Hemmer – Anwendung, Wirkungsweise & Einnahme

Zusammenfassung: PDE-5-Hemmer werden umgangssprachlich als Potenzmittel bezeichnet. In einer Serie von Artikel möchten wir Ihnen mehr Informationen zu dieser Medikamentengruppe an die Hand geben und fangen mit der Erklärung der wichtigsten begriffe an.

Inhaltsverzeichnis

Erklärung zu cGMP

cGMP ist ein zyklisches Guanosinmonophosphat, auch kurz cyclisches GMP, cyclo-GMP oder cGMP genannt und damit ein Second Messenger bzw. ein zellulärer Botenstoff, der für die Weiterleitung von Signalen in der Zelle verantwortlich ist. Somit entsteht eine Signaltransduktion. Diese wird benötigt für einen möglichst guten Sehvorgang, der in den Stäbchen aber auch Zapfen der Retina abläuft. Weiterhin dient er der Relaxation des glatten Muskelgewebes sowie der Blutgefäße. Auch die Regulation des Insulinspiegels wird durch die Signaltransduktion beeinflusst.

Ursprünglich wurden die PDE-5-Hemmer zur Behandlung von Angina pectoris entwickelt. In der modernen Medizin finden sie Ihre Anwendung hauptsächlich in der Behandlung einer erektilen Dysfunktion. Dies auch deshalb, weil sie eine Vasodilatation (Erweiterung der Blutgefäße) herbeiführen. Therapeutische Ansätze mit PDE-5-Hemmer finden auch im Krankheitsbild der pulmonalen Hypertonie statt.

Erklärung des Begriffs erektile Dysfunktion (ED)

Die ED ist auch bekannt unter den Bezeichnungen Erektionsstörung, Potenzstörung oder einfach Impotenz. Lateinisch: Impotentia coeundi; herbeigeführt vom lat. coire = zusammengehen oder sich begatten. Vereinfacht ausgedrückt: Dem Mann ist es in den meisten Fällen nicht möglich, eine Erektion seines Penis zu erzielen oder zu erhalten. Ein befriedigendes Sexualleben wird damit meist nicht möglich. Vorübergehende Erektionsstörungen gelten nicht als erektile Dysfunktion.

Der Wirkmechanismus von PDE-5-Hemmern

Als Inhibitoren der Phosphodiesterase V sind die PDE-5-Hemmer für den Abbau von intrazellulären Botenstoffen, die Second Messenger, zuständig. Dabei wird cGMP selektiv abgebaut. cGMP selber wird dafür durch einen endothelialen Relaxationsfaktor (Stickstoffmonoxid) aktiviert. Damit ist cGMP an der Relaxation der Blutgefäße beteiligt. Zusammen mit einer Inaktivierung von cGMP durch die PDE-5-Hemmer erfolgt eine Verstärkung der Wirkung von Stickstoffmonoxid und in Folge dessen zu einer verstärkten gefäßerweiternden Wirkung. Und genau diese Wirkweise macht man sich bei der erektilen Dysfunktion aus pharmakologischer und medizinischer Sicht zu eigen.

Pde 5 Hemmer Wirkung in PDE-5-Hemmer - Anwendung, Wirkungsweise & Einnahme

Weitere wichtige Informationen

PDE-5-Hemmer sind in Deutschland verschreibungspflichtig. Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sowie Allergien und Unverträglichkeiten sind unbedingt mit dem behandelnden Arzt abzuklären. Ärztliche Rücksprache ist auch bei zum Beispiel Herzerkrankungen erforderlich und wenn bereits Blut verdünnende Mittel eingenommen werden. Das Gleiche gilt auch in Bezug auf Psychopharmaka.

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