Potenzmittel im Vergleich

Potenzmittel im Vergleich
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Für die Behandlung von Impotenz (medizinisch erektile Dysfunktion) gibt es eine ganze Reihe verschiedener Medikamente, die umgangssprachlich als Potenzmittel bezeichnet werden. Neben dem bekannten Klassiker Viagra sind vor allem das "Wochenend-Potenzmittel" Cialis und das "deutsche" Potenzmittel Levitra zu nennen, deren Wirkung auf der gleichen Grundlage beruhen.

Wirkung der Potenzmittel

Viagra (Hersteller: Pfizer) ist das weltweit bekannteste Potenzmittel, dass schon seit 1998 auf dem Markt ist und eine Erfolgsquote von etwa 90 Prozent hat. Der Wirkstoff Sildenafil wird in verschiedenen Dosierungen angeboten wird. Das Potenzmittel Viagra gehört zur Gruppe der sogenannten PDE-5-Hemmer, die bei Männern im Potenzstörungen wieder eine Erektion ermöglichen.

Bei einer sexuellen Stimulation wird im Schwellkörper des Penis Stickstoffmonoxid (NO) freigesetzt. Dies führt dazu, dass die Menge des Botenstoffs cGMP erhöht wird. Dadurch kommt es zu einer Erschlaffung der glatten Muskulatur, die ein vermehrtes Einströmen von Blut in den Penis ermöglicht  – und damit die Erektion unterstützt. Das Enzym PDE-5 baut den Botenstoff cGMP ab, und somit schwächt sich auch die Erektion ab. Die PDE-5-Hemmer verhindern den Abbau und sorgen so für eine härtere und länger andauernde Erektion.

Zur Gruppe der PDE-5-Hemmer zählt der Wirkstoff Tadalafil, der in Cialis (Hersteller: Lilly) enthalten ist. Das Potenzmittel hat eine ähnliche Erfolgsquote wie die blaue Potenzplle Viagra. Levitra (Hersteller: Bayer) enthält den Wirkstoff Vardenafil. Auch dieser gehört zur Klasse der PDE-5-Hemmer und weist eine Erfolgsquote von etwa 88 Prozent auf.

Alle PDE-5-Hemmer unterliegen dem gleichen Wirkmechanismus. Dies gilt auch für generische Potenzmittel, die den gleichen Wirkstoff besiitzen, aber im Vergleich zum Original deutlich preisgünstiger angeboten werden. Generika dürfen angeboten werden, nachdem der Patentschutz des Original-Medikaments abgelaufen ist.

Wirkungseintritt & Wirkungsdauer von Potenzmitteln

Je nach Wirkstoff kann die Zeit von Einnahme bis Wirkungseintritt unterschiedlich ausfallen. Auch die Dauer der Wirkung ist bei den bekannten PDE-5-Hemmern/Wirkstoffen unterschiedlich lang. Bis die Wirkung von Viagra eintritt, kann etwa 45 Minuten dauern. Dann hält sie bis zu 6 Stunden an. Cialis benötigt ebenfalls eine 3/4 Stunde bis zum Wirkungseintritt, allerdings hält der gewünschte Effekt dann deutlich länger (bis zu 36 Stunden) an. Daher auch der Name als Wochenend-Potenzmittel. Einen schnelleren Wirkungseintritt von etwa 30 Minuten garantiert Levitra, dessen Wirkung ähnlich wie Viagra bis zu 6 Stunden anhält. 

Tipp: Die genannten Informationen zu Wirkungseintritt und Wirkungsdauer gelten nur für die reine Einnahme des Medikaments. Nahrungsaufnahme und Alkoholkonsum können den Beginn und die Dauer der Wirkung beeinflussen.

Unterschiede bei der Dosierung & Einnahme

Potenzmittel können Sie in unterschiedlichen Dosierungen kaufen. Während Viagra mit dem Wirkstoff Sildenafil in den Dosierungen 25, 50 und 100 mg erhältlich ist, enthält Cialis 2,5, 5, 10 oder 20 mg Tadalafil. Levitra wird in den Varianten 5, 10 oder 20 mg Vardenafil angeboten.

Wichtig ist, dass Erstanwender mit einer möglichst kleinen Dosierung bei der Einnahme beginnen sollten. Sollte der erhoffte Effekt nicht eintreten, kann die Dosierung in Absprache mit dem Arzt erhöht werden.

Mögliche Nebenwirkungen von Potenzmitteln

Da alle Potenzmittel Wirkstoffe einer Klasse enthalten, sind auch die möglichen Nebenwirkungen ähnlich. So kann die Einnahme der Medikamente zu Kopfschmerzen oder einer verstopften Nase führen.

Dennoch sind einige Unterschiede bei der Art oder Ausprägung der häufigsten Nebenwirkungen zu beobachten. Bei Viagra z.B. kommt es häufig zu Gesichtsrötungen und Magenverstimmungen, selten zu Rückenschmerzen, Schwindelgefühlen, Seh- oder Verdauungsstörungen.

Bei Cialis sind neben Kopfschmerzen eher Magenverstimmungen, Rücken- oder Muskelschmerzen sowie Verdauungsstörungen zu beobachten. Grundsätzlich gilt Cialis jedoch als das Potenzmittel mit den wenigsten Nebenwirkungen, was vermutlich auf die vergleichsweise niedrige Dosierung des Wirkstoffs zurückzuführen ist. Welches Potenzmittel für den Einzelnen am verträglichsten ist, lässt sich jedoch nicht pauschal sagen, sondern muss im Zweifelsfall getestet werden.

Potenzmittel Vergleich 2 in Potenzmittel im Vergleich

Viagra, Cialis und Levitra in klinischen Studien

Die Wirksamkeit der Inhaltsstoffe konnte in diversen Studien nachgewiesen werden. Es ist wissenschaftlich belegt, dass sie die Erektion verbessern. Dies bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass die Medikamente automatisch auch besseren Sex gewährleisten. So berichteten beispielsweise in einer Studie 78 Prozent der Männer von einer verbesserten Erektion nach der Einnahme von Sildenafil (Viagra), aber nur 57 Prozent bejahten den erfolgreichen Sex. Mit 40 – 58 Prozent erreichte die Patientenzufriedenheit nach einer 6-monatigen Behandlung mit Tadalafil (Cialis) und Vardenafil (Levitra) ähnliche Werte.

Im direkten Vergleich von Sildenafil (Viagra) und Tadalafil (Cialis) zeigte sich jedoch, dass die Männer mit erektiler Dysfunktion mit eindeutig (75 Prozent) Tadalafil bevorzugen.

Welches Potenzmittel ist für mich das beste?

Die Erfolgsquoten der Potenzmittel Viagra, Cialis und Levitra sind ähnlich. Welches Potenzmittel am besten geeignet ist, hängt daher von vielen unterschiedlichen Faktoren des Einnehmenden ab. Der allgemeine Gesundheitszustand und die mögliche weitere Einnahme anderer Medikamente, haben ebenfalls eine große Bedeutung bei der Auswahl des Potenzmittels.

Jedes Potenzmittel hat seine Vor- und Nachteile. Wem z.B. eine lange Wirkungsdauer wichtig ist, sollte sich für Cialis entscheiden. Die lange Wirkungsdauer hat jedoch auch eine längere Dauer von möglichen Nebenwirkungen zur Folge. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass es zu unerwünschten Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten kommt.

Zu beachten ist auch, dass die Einnahme von Viagra es nicht erlaubt gleichzeitig nitrathaltige Medikamente einzunehmen. Die Kombination der enthaltenen Wirkstoffe kann zu einem starken Blutdruckabfall führen. Darüber hinaus gibt es für alle Potenzmittel weitere Einnahmebeschränkungen und mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten.

 

Quellen:

  1. Besser als Viagra und Co? Deutscher Apothekerverlag Dr. Roland Schmiedel GmbH. URL: deutsche-apotheker-zeitung.de
  2. Behandlung der erektilen Dysfunktion PDE-5-Hemmer. Selbsthilfegruppe erektile Dysfunktion. URL: selbsthilfe-impotenz.com
  3. PDE-5-Hemmer im Vergleich. Avoxa Mediengruppe Deutscher Apotheker. URL: pharmazeutische-zeitung.de
  4. Therapeutic effectiveness and patient satisfaction after 6 months of treatment with Tadalafil, Sildeanfil and Vardenafil: Results from the Erectile Dysfunction Observational Study. Antonio Martin-Morales et al. European Urology; Volume 51, Issue 2, February 2007, Pages 541-550. URL: sciencedirect.com
  5. A multicenter, randomized, double-blind crossover study to evaluate patient preference between Tadalafil and Sildenafil. Alexander von Keitz et al. European Urology; Volume 45, Issue 4, April 2004, Pages 499-509 . URL: sciencedirect.com
Zusammenfassung
Potenzmittel Vergleich 1 in Potenzmittel im Vergleich
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Potenzmittel im Vergleich
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PDE-5-Hemmer, auch als Potenzmittel bezeichnet, sind eine effektive Hilfe bei Impotenz. Viagra, Cialis und Levitra im Vergleich - hier lesen!
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Potenzmittel ABC
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Impotenz 9 in Potenzmittel im Vergleich

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